Gebiet:
Urnerboden, LK1:25000: 1173 Linthal, Koordinaten Einstieg: ca. 710‘250, 194‘900
Erstbegehung:
9. – 10. August 1969: Hans Müller, Alex Müller, Xaver Gisler Saniert: 15. Okt. 07, 25. Okt. 08, 9. Sept. 09: Ueli Frei, Urs Rast (13te Begehung!)
Route:
Die Route wählt eine sehr schöne und eindrückliche Linie, welche zwischen den beiden gewaltigen Bäuchen des Gipfelaufbaus hindurch zieht. Hut ab vor den Erstbegehern!
Die Kletterei ist sehr abwechslungsreich und bietet vielfach guten bis perfekten Fels. Brüchige Stellen erfordern immer wieder die notwendige Vorsicht und es bleibt als Gesamtes eine lange und ernste Unternehmung.
Unten dominieren plattige Seillängen und oben steile Wand - sowie überhängende Verschneidungskletterei. Leider hängt in der Schlüssellänge noch ein riesiger Block, welcher nicht berührt werden darf. Das unbändige Reissen nach schönem Fels hat beim Sanieren teilweise eine neue Linienführung ergeben.
Vor allem im Frühjahr und auch nach Regen bleibt die Route lange nass im mittleren Teil (Verschneidung und beim Biwakband).
Absicherung / Material:
ca. 13 Express, ein paar Friends sind immer gut im alpinen Gelände (mit F gekennzeichnet auf Topo), 50m - Doppelseile.
Die Absicherung ist gut, jedoch klar nicht plaisir. Ein zwei Stellen sollen somit an die Mittel und Fähigkeiten der Erstbegeher erinnern.
Bewertung: 6c+ (kurze Stelle), 6a+ obl.
Kletterzeit: 4 - 7h Stunden.
Zustieg: ca. 1½ Stunden
Vom Urnerboden (beim alten Hotel Tell) via Alp Zingel zur Alp Läcki. Von da der Seilbahn folgend Richtung Läckistock zum oberen Stafel (Stall, Brunnen).
Dem Grasrücken folgend zur Risi und über diese zur Höhle (romantische Biwakmöglichkeit). Dem Wandfuss folgend über den Vorbau zum Einstieg.
Abstieg:
Über die Route abseilen, Achtung unter dem Wandbuch Express einhängen!
Es kann auch über das Alpeli abgestiegen werden. Dabei steigt man zuerst über unübersichtliches und felsiges Gelände leicht nordwestlich haltend ab zum Sattel bei Punkt 2334. Von da gelangt man durch ein Geröllcouloir nach Osten in eine Schuttkehle. Am nordöstlichen Ende der Kehle folgen Wegspuren einem steilen Grasband bis zu Fixseilen. Diesen folgend gelangt man ins Alpeli. Gleich nach den Fixseilen folgt man dem Wandfuss des Läckistocks bis zurück an den Einstieg (ca. 1h). Nur bei guten Verhältnissen zu empfehlen!








